Informationen zum Gewaltschutzgesetz

Nach einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt kann die Polizei einen Platzverweis aussprechen. Wohnungsverweis und Näherungsverbot sind polizeiliche Sofortmaßnahmen zur Abwehr einer akuten Gefahr.

 

Schildern Sie den Polizeibeamten, was geschehen ist. Wichtige Informationen sind auch frühere Gewalttätigkeiten, Drohungen und Polizeieinsätze.

 

Die Polizei nimmt dem Täter die Hausschlüssel ab und er muss die Wohnung verlassen. Die Polizei spricht den Wohnungsverweis für einen Zeitraum bis zu vier Werktagen aus. In dieser Zeit darf der Täter nicht mehr in die Wohnung zurückkehren und sich dieser auch nicht nähern.

Innerhalb dieser Tage können Sie einen Antrag auf Verlängerung des Platzverweises beim zuständigen Amt für öffentliche Ordnung oder dem Ordnungsamt der jeweiligen Gemeinde stellen (Verlängerung bis max. 2 Wochen).

Über eine weitere Verlängerung entscheidet auf Ihren Antrag das Amtsgericht.

Wie geht es weiter?

Nutzen Sie die Tage des Wohnungsverweises, um sich darüber klar zu werden, was Sie wollen und welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

- Wollen Sie sich vorübergehend oder auf Dauer von Ihrem gewalttätigen Partner

  trennen?
- Wollen Sie in der bisherigen Wohnung bleiben?
- Wo sollen die Kinder leben?
- Wollen Sie eine Strafanzeige stellen?
        

Nehmen Sie Beratung in Anspruch!

Sie können als betroffene Frau Kontakt zum Frauenhaus aufnehmen und sich informieren.

Sind minderjährige Kinder betroffen, unterstützt Sie der Soziale Dienst des Jugendamts.

Kostenlose Rechtsberatung erhalten Sie beim Amtsgericht Göppingen oder Geislingen.



Nähere Informationen in mehreren Sprachen finden Sie unter
www.gewaltschutz.info

Auf den Seiten des Ministeriums für Arbeit und Soziales erhalten Sie eine
Informationsbroschüre zum Thema Platzverweis im PDF-Format.